Woltereck Fitzner

Goethe-Gymnasium

Anschrift

Leipzig

Planung

2012, 2013 - 2015

Realisierung

2014 - 2017

Fakten

ARGE WOLTERECK FITZNER / KILPPER / PFAU Architekten  BDA
Bruttogrundfläche 12.790 m²
Gesamtbaukosten 19,7 Mio EUR

Leistungsphasen

1 - 8

Bauherr

Stadt Leipzig, Amt für Jugend, Familie und Bildung

Städtebau

Der Leipziger Stadtteil Schönefeld stellt einen wichtigen Schwerpunktraum des Integrierten Leipziger Stadtentwicklungskonzepts dar. Die Instandsetzung und Erweiterung des Gymnasiums wird in dieser zentralen Lage einen wichtigen identitätsstiftenden Beitrag zur weiteren städtebaulichen Aufwertung des Umfeldes darstellen.

Eine Besonderheit der lokalen Situation besteht darin, dass das schulische Grundstück durch die Zuwegung zur Kapelle des benachbarten Friedhofs zweigeteilt ist und somit nicht einheitlich erschlossen werden kann. Um das Schulensemble dennoch ohne Einschränkungen nutzen zu können wurde die Verbindung der Hauptgebäude als leichte Glasbrücke realisiert.

Architektur

Das Ensemble des fertiggestellten Goethegymnasiums besteht aus Gebäuden, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Diese Häuser haben jeweils eine eigene Grundrissstruktur sowie eine in ihrer Entstehungszeit begründete Proportionalität und Materialität.

Auf dieser Vielfalt begründet sich die Identität des neuen Gymnasiums. Mit Abschluss der Arbeiten ist für die Schüler ein räumlich sehr abwechslungsreicher Schulkomplex - ähnlich einer kleinen Stadt - mit individuellen Raumangeboten entstanden. Durch die teilweise Offenlegung bauseitiger Materialien kann die Entstehungszeit der Gebäude sinnlich nachvollzogen werden.

  • Die Sanierung der Bestandsgebäude basiert auf den Vorgaben der denkmalpflegerischen Zielsetzung. Ergänzungen wurden in Material und Detail zeitgenössisch ausgebildet.
  • Der Erweiterungsneubau erhält eine Putzfassade mit Fensterfaschen. Die Plastizität der Fassade wird durch unterschiedliche Texturen und eine fein differenzierte Farbgebung unterstützt.
  • Die Brücke wurde als leichtes, organisches Element gestaltet, welches sich entlang der Baumkronen in den parkähnlichen Freiraum zwischen den Gebäuden einfügt.

Partizipation und Aneignung

Die historische schwer und dunkel anmutende Farbfassung korrespondierte nicht mit den zeitgemäßen pädagogischen Konzepten und Vorstellungen. Da es nicht zielführend erschien das neue Gestaltungskonzept ausschließlich auf dem Kanon des Bestandes aufzubauen erarbeiteten wir mit den Nutzern neue Ideen. Eine von uns moderierte Schülerbeteiligung ergab viele Anregungen und die Möglichkeit der persönlichen Aneignung durch die Schüler.

Außenanlagen

Sanierte und neue Bereiche wurden unter Verwendung historischer und moderner Materialien miteinander verbunden. Entlang der Gorkistraße wurde der Gehweg zu einem Vorplatz aufgeweitet um genügend Platz für Passanten und Schüler zu bieten.

Die gesamten auf Gebäude- und Freiflächen fallenden Niederschläge werden auf dem Grundstück gereinigt und in den Baugrund versickert und somit eine ökologisch zeitgemäße Anlagen errichtet.

Alte Bäume wurden erhalten und neuer Baumbestand integriert. Die Schulfreiflächen sind kompakt ausgebildet und bieten zahlreiche Nutzungsmöglichkeiten für die Schüler durch die Ausbildung verschiedener Teilräume. Geländeabstützungen wurden als Aufenthalts- und Sitzbereichen gestaltet um  die Flächen vielfältiger nutzbar machen.

Fotograf

Olaf Martens

Goethe-Gymnasium

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Oberschule Ratzelstraße

Anschrift

Leipzig

Planung

2014 - 2018

Realisierung

2014 - 2018

Fakten

ARGE WOLTERECK FITZNER / KILPPER / PFAU Architekten  BDA
Bruttogrundfläche 10.088 m²
Gesamtbaukosten 15 Mio. EUR

Leistungsphasen

1 - 8

Bauherr

Stadt Leipzig, Amt für Jugend, Familie und Bildung

Kurzinfo

Die Schule in der Ratzelstraße wurde vom Architekten Hubert Ritter geplant und 1929 eröffnet.  In dieser Zeit wurden Sport, Bewegung, Licht, Luft und Natur wesentliche Bestandteile pädagogischer Konzepte. Es ging darum die lebensfremde, autoritäre „Pauk- und Drillschule“ zu überwinden. Der Unterricht stellte nun vor allem die Selbständigkeit der Schüler in den Mittelpunkt. Durch eigene Anschauung und eigene Erfahrung wurde Bildung viel individueller und nachhaltiger vermittelt.  Die Schüler wurden an der Gestaltung des Schulalltags beteiligt und die Rechte der Kinder wurden gestärkt.

In den Fluren der Seitenflügel findet diese neue Offenheit Ihren baulichen Ausdruck. Große Glasoberlichter lassen Licht und Luft durch das ganze Gebäude fluten. Möglich wird die Offenheit dadurch, das das Gebäude auf tragende Mauerwerkswände verzichtet und als Stahlskelettkonstruktion errichtet ist.

Es war ein wesentliches Anliegen der Sanierung dieses Erscheinungsbild zu bewahren.  Die historischen Details und Konstruktionen mussten deshalb mit den Anforderungen des aktuellen Bauordnungsrechtes in Einklang gebracht werden. Das gesamte Gebäude ist nun barrierefrei nutzbar.

Hinter den markanten Dreiecksgiebeln befindet sich die Mitte der Schule. Historisch waren hier zwei kleine Turnhallen vorgesehen. Im neuen Raumkonzept wird eine Halle als Mensa genutzt. Die andere Halle dient temporär als Gymnastik- und Bewegungsraum und soll später für Ganztagesangebote und als Bibliothek genutzt werden. Das zum Eingangshof orientierte Erdgeschoss ist als als Foyer umgestaltet und im 1.Obergeschoss befindet sich neu der Lehrer und Verwaltungsbereich.

Die farbige Gestaltung folgt dem historischen Vorbild.  Zusätzliche Einbauten wie Aufzüge und die zusätzlich notwendigen Treppen sind so unsichtbar wie möglich eingefügt.

Hubert Ritters Schule ist ein gutes Beispiel dafür, was Architektur leisten kann. Helle Räume, schöne Proportionen, harmonische Farben, klug gewählte Materialen tragen dazu bei das man sich in an diesem Ort wohl fühlt.

Fotograf

Olaf Martens

Oberschule Ratzelstraße

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Erweiterungsneubau des Johannes-Kepler-Gymnasiums

Anschrift

Leipzig

Planung

2018

Realisierung

2019

Fakten

Bruttogrundfläche 2.760 m²
Baukosten 4,6 Mio. EUR

Leistungsphasen

1 - 5

Bauherr

  • LP 1 – 4: LESG Gesellschaft der Stadt Leipzig zur Erschließung, Entwicklung und Sanierung von Baugebieten mbH
  • LP 5: WOLFF & MÜLLER Holding GmbH & Co. KG

Kurzinfo

Das bestehende dreizügige Johannes-Kepler-Gymnasium in der Dieskaustraße 76 in 04229 Leipzig wurde 1906 nach zweijähriger Bauzeit als Bezirksschule in Nutzung genommen.
Seit 1995 wird diese Schule als Gymnasium genutzt.

Resultierend aus der erhöhten Nachfrage an Schulplätzen in Leipzig wird auch an diesem Gymnasium eine Kapazitätserweiterung erforderlich. Der Gebäudekomplex soll um einen Neubau mit 13 weiteren Unterrichtsräumen sowie einer weiteren Mensa erweitert werden.

Das Baufeld des projektierten Neubaus liegt am Rande des Schulgeländes und wird derzeit als Parkfläche genutzt. Diese Fläche von etwa 1.300 m² soll nun für das neu zu errichtende Gebäude vorgesehen und hergerichtet werden.

Das Johannes-Kepler-Gymnasiums soll um einen 4-geschossigen Neubau u.a. mit einer Mensa einschließlich Küche und insgesamt 13 neuen Klassenräumen erweitert werden.

Die Planung umfasst folgende Bausteine:

  • die Einordnung des neuen Gebäudes nach Vorgabe des Raumprogrammes durch den Bauherren und der Schulbaurichtlinie
  • Freiflächengestaltung im Bereich des vorgegebenen Baufeldes mit Angrenzung zum bestehenden Schulhofes
  • Neuinstallation der erforderlichen Haustechnik

Erweiterungsneubau des Johannes-Kepler-Gymnasiums

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Institut für Länderkunde

Anschrift

Leipzig

Wettbewerb

2018/2019

Realisierung

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Fakten

BGF 11.800 m²
BRI 41.600 m³

Leistungsphasen

Teilnahme Wettbewerb

Bauherr

Leibniz-Instituts für Länderkunde e.V.

Leitidee

Der Neubau ist initiales und identitätsstiftendes Bauwerk des neuen Quartiers am Wilhelm-Leuschner-Platz. Die Identität und die Poesie des neuen Institutsgebäudes entstehen aus der Dialektik zwischen den offenen, lichten Arbeitswelten der Forscher und dem massiven Archivblock.

Städtebau

Die vorgeschlagene Kubatur weist mit ihrer dynamischen Spitze über den Wilhelm-Leuschner-Platzes hinweg in Richtung Innenstadt. Die Spitze selbst ist nicht nur ikonisches Zeichen im städtischen Raum sondern markiert auch den Hauptzugang des Gebäudes. Die oberen Geschosse des Hauses ermöglichen direkte Blickbeziehungen zum Neuen Rathaus und zur Innenstadt. Deshalb befindet sich hier die öffentliche genutzte Bibliothek mit attraktiven Lese- und Arbeitsplätzen.

Raum und Materie

Raum / Stadtraum und die Welt der Wissenschaftler sind durch eine klar gegliederte und in der Tiefe gestaffelte Fassade getrennt. Die schützende Geste dieser tiefen Fassadenstruktur befördert die konzentrierte, kontemplative Atmosphäre der dahinterliegenden Räume. Gleichzeitig erhalten alle Flächen einen unmittelbaren Außenraumbereich. Die filigranen Pfeilern und Träger der vorderen Fassadenebene orientieren sich an vertrauten Elementen klassischer städtischer Fassaden ohne diese historisierend zu adaptieren. Die Anordnung dieser Betonelemente sorgt für eine wohltuende Gliederung in einer angemessenen, urbanen Maßstäblichkeit.
Materie / Das Archiv ist ein eigenständiges, mehrgeschossiges Volumen. Aufgrund seiner steinern materialisierten Präsenz es von Innen und Außen sehr gut als zentraler „Tresor“ und „Schatzkammer“ des Hauses erlebbar. Die kompakte Bauweise bildet die bauliche Grundlage für eine passive Klimatisierung der Archive, Sammlungen.

Funktionale Gliederung

EG - Eingang und Veranstaltung

Das Erdgeschoss präsentiert sich Nutzern als ein hoher und weiter Raum, der sich zum öffentliche Raum und zur grünen Oase des Innenhofes großzügig öffnet. Die Fläche ist in einen Eingangs-und einen Veranstaltungsbereich gegliedert.

Der Eingangsbereich mit Empfang und Foyer wird direkt vom Haupteingang am Wilhelm-Leuschner-Platz betreten. Besucher können sich zunächst informieren und von dann die öffentlich zugänglichen Bereiche des Hauses erreichen. Im Rückraum des Eingangsbereich befinden sich Serviceräume wie z.B. ein Raum mit Garderoben bzw. Schließfächern, das Lager mit Publikationen zum Verkauf und die Poststelle.

Die Veranstaltungsebene ist flexibel teilbar und ermöglicht verschiedene Nutzungsszenarien. Der grüne Innenhof ist vom Foyer aus erreichbar. Ein Veranstaltungsraum orientiert sich zur Brüderstraße. Die Technikebene über den Nebenräumen ermöglicht kurze Installationswege.

OG1 bis OG4 - Arbeitsplätze und Magazine

Die Abteilungen des Instituts sind jeweils auf einer Ebene organisiert. Die Ebenen bieten einen Wechsel aus Räumen für konzentriertes, ungestörtes Arbeiten und offenen Flächen für informelle Gespräche und Erholung. Innerhalb der Fassadenstruktur erhalten die Arbeitsräume einen kleinen, individuellen Außenraum.

Die Magazine sind in einem kompakten Baukörper entlang der Brüderstraße untergebracht. Die Bibliotheksmitarbeiter erreichen vom Bürobereich im 4. OG sowohl die Magazine (OG 1 bis OG 3), als auch Bibliothek und Freihandbereiche (OG 5 und OG 6) auf kurzem Weg.

An der Schnittstelle zwischen der Arbeitswelt der Forscher und dem massiven Archivblock befinden sich zweigeschossige Besprechungsräume.

OG 5 und 6 - öffentliche Bibliothek und Freihandmagazine

Im Bereich der Bibliothek befinden sich attraktiven Lese- und Arbeitsplätze mit direkten Blickbeziehungen zum Neuen Rathaus und zur Innenstadt.

Die Flächen der Bibliothek können entsprechend den Anforderungen des Nutzers möbliert und flexibel angepasst werden. OG 5 und OG 6 sind über Treppen zu einer räumlichen Einheit verbunden. Der öffentliche Bereich der Bibliothek ist nach Bedarf kontrolliert über die Flächen der Freihandmagazine erweiterbar.

Im sechsten Obergeschoss lädt eine begrünte Dachterrasse dazu ein die eigenen Gedanken zu ordnen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Freiflächen

Innenhof und die Terrasse im ersten OG sind räumlich verbunden und stehen den Mitarbeitern für eine Erholungspause im Freien zur Verfügung. Eine weitere große Terrasse befindet sich Bereich der Bibliothek (OG 6).

Kontext - Standort und Material

Mit dem neuen Institutsgebäude besetzt das Institutsgebäude einen prominenten Bauplatz im Zentrum Leipzigs. Dieser Schritt ist eine Investition in die Zukunft des IFL. Gleichzeitig ist die Wahl des Standortes in unmittelbarer Nähe des alten Grassimuseums eine Referenz an die historischen Wurzeln des Institutes im Zentrum Leipzigs.
Der rotpigmentierte Beton der neuen Institutsfassade verweist in seiner Farbigkeit auf den oft in Leipzig verwendeten Porphyr. Eine Referenz ist beispielweise das Gebäude des neuen Grassimuseums mit dem Museum für Völkerkunde. Die klar gegliederte und in der Tiefe gestaffelte Gebäudehülle schreibt den historischen Kontext plastisch modellierter Fassaden fort und bietet für die Mitarbeiter eine zusätzliche Nutzungsqualität.
Die städtebauliche Dominante der zweigeschossigen Bibliothek wird durch die Verwendung einer doppelten Glasebene betont. Damit verbunden sind Nutzungsvorteile durch einen wetterunabhängig steuerbaren Sonnenschutz und erhöhter Schallschutz.

Brandschutz

Für die Nutzer der Obergeschosse stehen 3 unabhängige Rettungswege zur Verfügung. Die Rettungswege der erdgeschossigen Versammlungsstätte führen direkt ins Freie.
Das Gebäude ist in drei Brandabschnitte unterteilt. Die Abschnitte im Bereich des Büros sind ca. 400m2. Dies ermöglicht den Verzicht auf einen notwendigen Flur und erlaubt eine offene Gestaltung der Büros.

Passiv-Magazine

Die Magazine sind mit gut gedämmten fensterlosen Wänden vor äußeren klimatischen Einflüssen geschützt. Die Anordnung einer Schleuse vor den Magazinräumen reduziert innere Wärmeströme. In Kombination mit einer massiven, kapillaraktiven Bauweise wird eine große thermische und hygrische Trägheit erreicht, so dass kurzeitige Klimaschwankungen vermieden werden. Die Belüftung erfolgt mit 0,2facher Luftwechselrate während günstiger Außenklimaverhältnisse mit weitestgehend unkonditionierter Außenluft.
Der Technikeinsatz im Bereich der Magazine wird so auf ein Minimum begrenzt.

Haustechnik

Ziel eines Haustechnischen Konzeptes sollte die Reduktion der notwendigen technischen Installationen sein um Investitions- und Folgekosten zu reduzieren. Bei Haustechnischen Konzept sollten insbesondere Erneuerbare Energien einbezogen werden, wie z.B. Erdwärme für eine Grundlastheizung und ggfls. Kühlung, sowie Photovoltaikzellen auf dem Dach.

Institut für Länderkunde

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Erweiterung eines fünfzügigen Schulkomplexes

Anschrift

Leipzig

Wettbewerb

2014

Realisierung

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Fakten

BGF 11.400 m²
BRI 45.600 m³

Leistungsphasen

Teilnahme Wettbewerb

Bauherr

Stadt Leipzig, Amt für Gebäudemanagement

Kurzinfo

Die Einbettung der gesamten Schulanlage in den Landschaftsraum des Palmengartens stellt die besondere Qualität des Ortes dar. Die Orientierung zu Bäumen, Wasser und Licht wird entwurflich fortgeschrieben, um die naturnahe Leichtigkeit eines „locus amoenus“ zu vermitteln – eines angenehmen und gesunden Ortes zum Lernen.

1 / Städtebau und Landschaft
  • Der offene Platz der Schule ist die Orientierungs- und Aufenthaltsfläche des Ensembles. Er steht sinnbildlich für einen demokratischen, hierarchiefreien Raum, von dem aus die einzelnen Gebäude, im Sinne eines Campusplatzes, dezentral erschlossen werden.
  • Die behutsame Einfügung der neuen Sporthalle und des Erweiterungsneubaus lässt Raum für den Erhalt und die Integration wertvoller Bäume auf dem Platz und den Flächen zwischen den Gebäuden. Die Bäume im Hof werden von Sitzbänken gerahmt und können so als „Kommunikationsinseln“ angeeignet und genutzt werden.
  • Die Außenanlagen werden vollständig barrierefrei gestaltet. Eingangsbereiche und der öffentliche Zugang zum Palmengarten werden mit vorhandenem Natursteinpflaster und ergänzendem Betonpflaster befestigt. Die Schulhoffläche erhält einen helle bitumengebundene Befestigung; der Sport- und Spielbereich wird mit wassergebundener Decke und Kunststoffbelägen ausgestattet.
2 / Ordnung der Funktionen
  • Zentrale Funktionen: Alle Gebäude sind auf der Ebene des 1. Obergeschosses miteinander verbunden. Die Häuser A bis D funktionieren als eigenständige Cluster entlang der Erschließungswege; sie verfügen jeweils über eigene, dezentrale Lehrerzimmer in dieser Ebene. In der historischen Turnhalle (Haus E) sind die Bereiche „Mensa“ und „Aula“ untergebracht. Diese sind im Falle großer Veranstaltungen gemeinsam nutzbar. Das 1. Obergeschoss wird als Aufenthalts-, Ausstellungs- und Pausenbereich genutzt und kann mit den Musikflächen zusammengeschaltet werden.
  • Allgemeiner Unterricht: In den beiden oberen Geschossen der Häuser B, C und D befinden sich die allgemeinen Unterrichtsräume. Im Souterrain der Häuser B und C sind die Kursräume und das Ganztagesangebot angeordnet.
  • Fachunterricht: In Haus A und im Erweiterungsneubau finden sich die Fachräume „Naturwissenschaften“ und „Informatik“. Das Erdgeschoss dient der Anordnung Schulleitung, den Sonderräumen „Ausstellung“ und „Informationsbereich“ (die Bibliothek ist zur Luppe orientiert). Musische Unterrichtsräume finden sich in Haus D und E.
3 / Interventionen im Altbau
  • Die vorhandene Raumstruktur des Bestands kann genutzt werden, ohne die vorhandenen aussteifenden Wände anzutasten.
  • Die neuen Treppenhäuser auf der Südseite der Häuser B, C und D dienen der Sicherstellung der Rettungswege. Drei mit Kleinbohrpfählen setzungsarm gegründete Aufzüge gewährleisten Barrierefreiheit im gesamten Ensemble.
  • Der Laubengang wird verglast und dient als wettergeschützte Pausenfläche. Er wird über Zugänge vom Platz und von den Gebäudezwischenräumen (B, C, D) her erschlossen. Die Profile der Verglasung werden hinter den bestehenden Pfeilern so versteckt dass sie von außen nicht sichtbar sind.
  • Innerhalb der historischen Turnhalle (E) werden die vorhandenen Einbauten zugunsten eines großzügigen und hellen Raumes entfernt. Eine einläufige Treppe bietet eine zusätzliche Verbindung zwischen Mensa und 1. Obergeschoss.
  • Ein langgezogener, horizontaler Fensterschlitz auf der Giebelseite der Aula ermöglicht Ein- und Ausblicke in den Palmengarten.
4 / Qualitäten der Neubauten
  • Der frei modellierte und raumhoch verglaste Erdgeschossbereich des Erweiterungsbaus leitet Besucher mit ruhiger, architektonischer Geste in den Hof und lädt zum Besuch des Informationsbereichs, des Mehrzweckraums und eines zum Wasser orientierten Lesebereichs ein. Die gewählte Form gewährleistet gleichzeitig den nach § 38 (4) WHG erforderlichen Abstand von 5 m zur „Luppe“; die Gebäudekante folgt in diesem Bereich der Böschungsoberkante.
  • Die tiefen Räume im Obergeschoss des Erweiterungsneubaus erlauben eine flexible Möblierung und Nutzung der hier angeordneten Fachunterrichtsräume.
  • Das Tragwerk der neuen Sporthalle besteht aus einer Stahlbetonskelettkonstruktion mit Holzleimbindern. Öffnungen in Fassade und Dach in Nordrichtung vermeiden die Blendung der Sporttreibenden. Umkleiden im Obergeschoss reduzieren die Gebäudegrundfläche.
  • Die Sporthalle und die Obergeschosse des Neubaus erhalten eine Hanffaserdämmung mit wechselseitig glatten und gekörnten Putzflächen.
5 / Brandschutz
  • Bildung von Brandabschnitten ≤ 60 m.
  • Räumliche Trennung der vorhandenen Treppenanlagen der Häuser A, B, C und D zur Bildung notwendiger Treppen. Einbau zusätzlicher Treppenräume an der Südseite der Häuser B, C und D zur Aufhebung der Stichflursituation.
  • Verbleib der denkmalgeschützten Verglasung in den Fluren wenn die Häuser in Teilnutzungseinheiten F90/T30 mit Grundflächen von maximal 280 m2 unterteilt werden.
  • Vollumfängliche Planung und Errichtung der neuen Gebäude gem. den Brandschutzvorgaben der Sächsischen Bauordnung und der Schulbaurichtlinien.

Erweiterung eines fünfzügigen Schulkomplexes

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Sanierung des Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasiums in Prenzlau

Anschrift

Prenzlau

Wettbewerb

2014

Platzierung

Ankauf

Realisierung

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Fakten

BGF m³
BRI 3.770 m²

Leistungsphasen

Teilnahme Wettbewerb

Bauherr

Stadt Prenzlau

Kurzinfo

Konzept

Die neue Architektur der Südfassade ist Ausdruck für den Wandel der Typenschule in einen zukunftsorientierten, ökologisch-energieeffizienten Gymnasialstandort.

Mit der ca. 2m tiefen Fassadenkonstruktion werden die fehlenden baulichen Rettungswege ergänzt und die vollständige barrierefreie Erschließung des Gebäudes erreicht.

Ein wesentlicher Mehrwert sind die gegenüber dem Bestand deutlich größeren Unterrichtsräume. Das neue Raumangebot ermöglicht eine flexiblere Umsetzung pädagogischer Konzepte. Die Größe der Unterrichtsräume orientiert sich an den Empfehlungen des MBJS.

Die Verwendung nachwachsender Rohstoffe für die Konstruktion ist mit der hölzernen Fassadenbekleidung auch sinnlich und haptisch erlebbar.

Die neue Fassade aus warmen Materialien und die großen, hellen Räume werden die Identifikation der Schüler und Lehrer mit ihrem Gymnasium als Ort des gemeinsamen Lernens stärken.

Inklusion

Alle Schüler nutzen die gleichen Eingänge und innerhalb des Gebäudes die gleichen Wege.

Direkt vom Haupteingang können - ohne hinderliche Stufen oder Schwellen - alle Räume und alle Etagen der Schule mit dem Aufzug barrierefrei erreicht werden.

Orientierung

Für alle Schüler und Gäste sind vom Haupteingang aus, die zentralen Bereiche der Schule im Gartengeschoss und im Erdgeschoss einsehbar.

Zentrum

Der Verbindungsbau ist der erlebbare Mittelpunkt der Schule. Hier befinden sich Pausen- und Ausstellungsbereiche im Gartengeschoß mit Mensa und im Erdgeschoß.
In den „Schaulager“ im ersten und zweiten Obergeschoß sind Exponate der naturwissenschaftlichen und technischen Sammlungen ausgestellt.
Die Durchblicke zum Freiraum verbessern die Orientierung im Gebäude wesentlich.

Potential Gartenhof

Eine partielle Absenkung des nördlichen Pausenhofes ermöglicht auch in diesem Bereich vollständige Barrierefreiheit. Zudem wird die Belichtung der angrenzenden Räume wesentlich verbessert.

Funktionen

Allgemeine Unterrichtsräume
Die allgemeinen Unterrichtsräume, Gruppen- und Kursräume werden im südlichen Gebäudeteil konzentriert. Eine flexible Aufteilung ermöglicht die Bildung von Fachbereichsclustern.

Die angrenzenden Gangbereiche (keine Notwendigen Flure im bauordnungsrechtlichen Sinn) können für Präsentationen und Ausstellungen genutzt werden.

Lehrmittelräume

Die Lehrmittelräume sind dezentral auf allen Etagen angeordnet.

Naturwissenschaften

Technik und Informatik
Die Fachräume konzentrieren sich im Wesentlichen im nördlichen Gebäudeteil.
Für die Räume Chemie (R403 im südlichen Gebäudeteil), Informatik (R308 +310), Biologie (R307+R308), Physik(209+210), Medien (R208) berücksichtigt die Planung eine gegenüber dem Bestand unveränderte Lage.

Sanitärbereiche für Schüler

Die Sanitärbereiche für die Schüler sind dezentral im Gebäude angeordnet.
Schüler: OG1 und OG2
Schülerinnen: EG, OG1, OG2
Behinderten WC: UG

Verwaltungsbereich

Schulleitung und Lehrerbereich sind nah zum Eingang und zentral im Erdgeschoß angeordnet. Für die Lehrer stehen zwei große Räume zur Verfügung. Eine Aufteilung in einen großen Besprechungs- und Aufenthaltsbereich und einen ruhigeren Bereich mit Lehrerarbeitsplätzen ist denkbar.

Sanitäranlagen Lehrer

Die zentralen Sanitäranlagen befinden sich im Räumlichen Zusammenhang mit dem Verwaltungsbereich im Erdgeschoß. Weiterhin stehen für die Lehrerinnen und Lehrer in den anderen Etagen dezentrale WCs zur Verfügung.

Gemeinschaftsbereiche

Die Gemeinschaftsbereiche mit Mensa sind im Gartengeschoss angeordnet. Gemeinsam mit der Pausenhalle entsteht ein attraktiver, heller Aufenthaltsbereich. Die Fläche ist zoniert in einem aktiven Bereich und einem ruhigen Essbereich.

Der Schulklub bleibt ebenfalls in unveränderter Lage.

Energieeffizienz - Energiekonzeption

Das Gebäudekonzept baut auf folgende Prämissen auf:

  • Gute thermische und lufthygienische Aufenthalts- und
    Lernbedingungen
  • Minimierung des Verbrauchs von Energie und Ressourcen
  • Verlängerung der Lebensdauer von Produkten und Baukonstruktionen
  • Geringere Immissionseinträge in die Atmosphäre

(vgl. auch Planungsgrundsätze des Leitfadens Nach-
haltiges Bauen des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung)

Das Konzept zur Energie- und Aufwandsminimierung basiert auf einer integrierten architektonisch-technischen Lösung mit folgenden Punkten:

  • optimale Tageslichtnutzung
  • Tageslichtlenkung
  • natürliche, freie Lüftung durch Querlüftung im Süd-
    flügel (Sommer)
  • passive Nachtauskühlung durch freie Lüftung mit
    witterungsgeschützten Öffnungsflügeln im Südflügel
  • Hybrides Lüftungskonzept mit Wärmerück-
    gewinnung und Nachtauskühlung im Nordflügel
  • Nutzung thermischer Massen
Wärmeverbrauchsvermeidung

Zusätzlich zur energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle schlagen wir zur Wärmeverbrauchsvermeidung prädiktive und selbstlernende Regelungssysteme vor. Die Raumheizsysteme werden fassadenorientiert bzw. gebäudeweise geregelt. Zusätzlich werden prädiktive (witterungsvorausschauende) Regler, die Zu- und Abschalt- bzw. Absenkzeiten der Raumheizung optimieren und zur weiteren Minimierung der Vorlauftemperaturen beitragen, vorgesehen.

Optional ist die Anwendung selbstlernender Heizungsregler geplant. Diese Regler erfassen die An- und Abwesenheit von Personen, die Raumtemperaturen sowie die Fensteröffnung. Mit diesen Parametern schreiben die Regler selbstständig ein laufend optimierendes „Raumwarmhalteprogramm“ und können damit den Verbrauch von Wärme um bis zu 20% senken.

Atmende Schule

Um der energetischen Zielstellungen KfW-55-Standard zu entsprechen, ist es in der Heizperiode u.a. erforderlich, den raumlufthygienischen Luftwechsel für die Klassenräume kontrolliert, d.h. mit Be- und Entlüftungssystemen einschl. Wärmerückgewinnung vorzunehmen.

Mit der kontrollierten Lüftung lassen sich auch die mit der VDI Richtlinie 6040 (Raumlufttechnik in Schulen) angestrebten sowie mit der EN 15251 (Raumklima, Auslegung und Bewertung der Energieeffizienz von Gebäuden) geforderten stofflichen Luftqualitäten in Unterrichträumen einhalten.

Der Verbund der Unterrichtsräume mit der Lüftungsanlage lassen das Gebäude zur einer Art atmenden Schule werden, die auch bei geschlossenen Fenstern zufriedenstellende thermische und lufthygienische Bedingungen realisieren kann.

Die vorgesehenen zentralen Lüftungsgeräte mit hoher Wärmerückgewinnung (>83%) lassen sich optional mit Wärmepumpen ausrüsten, die dann zusätzlich Kühlfunktionen übernehmen können.

Technik und Baukonstruktion

Die Strangführung der Lüftungsanlage erfolgt im Wesentlichen im neuen Bereich der Südfassade, dadurch können kostenintensive Eingriffe in den Gebäudebestand reduziert werden.

Die frische Luft wird über die Klassenräume eingebracht und über angrenzende Neben- und Sanitärräume abgesaugt.

Tageslichtnutzung

Das Gebäude ist hell und transparent. Die Flure und Klassenräume des Südflügels erhalten aufgrund der Glasoberlichter in den Trennwänden von zwei Seiten Tageslicht. Der Einbau gläserner Oberlichter in den Wänden zum Gang ist ohne zusätzliche brandschutztechnische Anforderungen möglich, da notwendige Flure im bauordnungsrechtlichen Sinn vermieden werden konnten (siehe Punkt Brandschutz).

Tageslichtlenkung

Vorgesehen ist ein windstabiler außenliegender Sonnenschutz aus 35mm breiter Aluminiumlammelle. Diese bieten einen wirksamen Sonnenschutz, lenken das Tageslicht in den Innenraum und ermöglichen gleichzeitig den ungehinderten Blick nach draußen. Aufgrund der seitlichen Führung sind die Lamellen bis zu einer Windgeschwindigkeit von ca. 25m/s (ca. 90km/h) formstabil.

Elektroenergievermeidung

Zusätzlich zu Tageslichtnutzung und Tageslichtlenkung kann der Energiebedarf durch den Einsatz langlebiger, energieeffizienter Leuchtmittel reduziert werden.

Energieerzeugung

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des südlichen Gebäudeteiles erzeugt
Elektroenergie.

Brandschutz

Alle Räume des Südflügels liegen unmittelbar an einem Treppenhaus und können direkt entfluchtet werden.
Der fehlende 2.Rettungsweg der Giebelräume wird über einen „Bypass“ zum Nachbarraum realisiert.
Die Gangbereiche können als Ausstellungsflächen genutzt werden, da sie aufgrund der Bildung von unmittelbar am Treppenhaus gelegenen Unterrichtsräumen (Teilnutzungseinheiten) keine notwendigen Flure im Sinne der Bauordnung sind.

Sanierung des Christa-und-Peter-Scherpf-Gymnasiums in Prenzlau

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Mehrfamilienhaus Schwägrichenstraße

Anschrift

Leipzig

Planung

2005

Realisierung

2006

Fakten

BGF 2.700 m²
Wohnfläche 1.700 m²

Leistungsphasen

2 - 4

Bauherr

Leipziger Stadtbau AG

Kurzinfo

Mitte der 90er Jahre stagnierte der Bau von mehrgeschossigen Wohnungsbauten in Leipzig. Das Vorhaben „Wohnen am Park“ war eines der ersten Projekte dieser Art, welches nach dem langsamen Ende dieser Immobilienkrise entwickelt und realisiert wurde. Ursprünglich als Wohnprojekt für befreundete Familien und Paare konzipiert übernahm die Leipziger Stadtbau AG die Steuerung und setzte das Projekt schließlich für interessierte Eigennutzer um.

Ein zentral gelegenes Treppenhaus erschließt pro Geschoss jeweils zwei Wohnungen, die ein „Durchwohnen“ in jeweils drei Himmelsrichtungen ermöglichen. Alle „öffentlichen Funktionen“ der Wohnungen (Wohnen / Küche / Speisen) sind jeweils nach Westen bzw. zur Schwägrichenstraße orientiert während die Schlafzimmer zur ruhigen Hofseite ausgerichtet sind. Die offene Bebauung erlaubt die Anordnung von großzügigen Tageslichtbädern oder Küchen an den Stirnseiten des Gebäudes.
Eine bauliche Besonderheit stellen die Balkonanlagen dar, die den Wohnungen in allen Geschossen auf der Ost- und Westseite in der vollen Länge der Fassade vorgalegrt sind.

Fotograf

Gunter Binsack

Mehrfamilienhaus Schwägrichenstraße

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Penthouse

Anschrift

Leipzig

Planung

2009, 2016

Realisierung

2016

Fakten

Wohnfläche 230 m²

Leistungsphasen

2 - 8

Bauherr

privat

Kurzinfo

Die durch einen Brandfall zerstörte Dachkonstruktion eines Gründerzeithauses wurde abgetragen und durch eine zweigeschossige Stahlrahmenkonstruktion ersetzt. Alle weiteren konstruktiven Bauteile wurden als Holzkonstruktion ausgeführt.
Die Nutzer wünschten sich eine offene, ineinanderfließende Raumfolge sowie eine hochwertig automatisierte, gebäudetechnische Ausstattung.

Fotograf

Olaf Martens

Penthouse

Mehr Informationen

Parkside No. 5

Anschrift

Leipzig

Planung

2012

Realisierung

2015

Fakten

Fassadenwettbewerb, 1. Preis

Leistungen

Entwurf Fassade, Leitdetails, Materialbemusterung

Bauherr

Naether Makler-Gesellschaft für Immobilien mbH

Kurzinfo

Der Neubau schließt die vorhandene Blockrandbebauung des innerstädtischen Straßenzuges nahe dem Johannapark in der Westvorstadt. Zusammen mit dem gegenüberliegenden historischen Pendent bildet das Haus einen Auftakt zum Musikviertel.
In Anlehnung an die umgebende, gründerzeitliche Architektur ist die Fassade klassisch in eine Sockelzone, die Hauptetagen und das Attikageschoss gegliedert.
Als identitätsstiftender Blickfang werden die Balkone von umlaufenden, lamellenartig gegliederten Rahmen aus patiniertem Messing gefasst. Diese Rahmenstrukturen reichen über vier Geschosse und bilden gestaltprägende Vor- und Rücksprünge.
Die strenge Fassadenteilung erfährt durch die vorgesetzten balkonanlagen ein kinetisches Element. Gleichzeitig entstehen abwechslungsreiche Muster aus Licht und Schatten.

Während der zweigeschossige Sockel mit Muschelkalkplatten verkleidet ist, sind die oberen Geschosse mit weißem Putz versehen. Um die Gebäudeseiten zu differenzieren, wurde die Oberfläche zur Mozartstraße mit einem linienförmigen Relief versehen, welches in Kombination mit den Lamellenelementen einen Op-Art-Effekt in der Straßenansicht erzeugt.

Fotos

Gunter Binsack

Parkside No. 5

Mehr Informationen

Wohnhaus bei Leipzig

Anschrift

Leipzig

Planung

2013

Realisierung

2014

Fakten

Wohnfläche 300 / 65 m²

Leistungsphasen

1 - 8

Kurzinfo

Eine siebenköpfige Familie, welche einen Landhof in der Nähe Leipzigs bewohnt, wünschte sich eine Erweiterung ihrer Wohnfläche um diese als Speise-und Wohnraum zu nutzen.
Die Erweiterung wurde von uns als eingeschossiger Kubus in Sichtbeton mit großformatigen Fensterflächen realisiert. Den Übergang zum Bestandsgebäude formulierten wir als „gläserne Fuge“ um den Neubau mit einer leicht wirkenden Geste vom Bestand abzulösen.
Eine als Lesesofa ausgebildete Wandnische mit eigenem Oberlicht dient als Rückzugsort vom Familienalltag.

Fotograf

Gunter Binsack

Wohnhaus bei Leipzig

Mehr Informationen

Wohngebäude Waldstraßenviertel

Anschrift

Leipzig

Planung

2016

Realisierung

...

Fakten

Wohnfläche 1.520 m²

Leistungsphasen

1 - 2

Bauherr

privat

Kurzinfo

Mehrfamilienwohngebäudes mit Tiefgarage. Die Wohnungen sollen weitgehend vermietet werden. Vorzugsweise sollen die Hintergebäude erhalten und in das Gesamtkonzept integriert werden.
Alle Wohnungen sollen mit Kamin ausgestattet werden. Die genaue Anzahl der Wohnungen und die Wohnungszuschnitte werden in Vorentwurfsplanung bestimmt. Für die Ausführung der Wohnungen ist ein gehobener Standard gewünscht.
Im obersten Geschoss bzw. Geschossen sollen zwei größere, selbst genutzte Wohnungseinheiten (Penthouse) mit großzügiger Terrasse entstehen.

Hinsichtlich Energieeinsparung ist die Umsetzung des aktuellen Stand ENEV gewünscht.
Ergänzend zur ursprünglichen Aufgabenstellung soll die Umsetzbarkeit einer Holzleichtbauweise und die Umsetzung einer Variante mit KfW Förderung geprüft werden.
Das Freiflächenkonzept ist ebenfalls Teil der Vorentwurfsplanung.

Wohngebäude Waldstraßenviertel

Mehr Informationen

Neubau Heeresbäckerei

Anschrift

Leipzig

Planung

2017 - 2018

Realisierung

2017 - 2018

Fakten

...

Leistungsphasen

Integration Fachplanerleistungen, Ausführungsplanung

Bauherr

Instone Real Estate Leipzig GmbH

Kurzinfo

Ausführungsplanung für sieben fünfgeschossige Neubauten sowie zwei natürlich be- und entlüfteten Tiefgaragen auf dem Areal der ehemailigen Heeresbäckerei.

Neubau Heeresbäckerei

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Innenausstattung eines Ingenieurbüros

Anschrift

Leipzig

Planung

2016

Realisierung

2016

Fakten

Bürofläche 280 m²

Leistungsphasen

1 - 5

Bauherr

Mathes Beratende Ingenieure

Kurzinfo

Planung einer offenen Bürostruktur mit einer zentralen, multifunktional nutzbaren Besprechungsbox und mehreren Kommunikationsbereichen.

Fotograf

Olaf Martens

Innenausstattung eines Ingenieurbüros

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Fassadenwettbewerb Hainspitze

Anschrift

Leipzig

Wettbewerb

2012

Realisierung

...

Fakten

BGF 18.930 m³
Fassadenfläche 3.770 m²

Leistungsphasen

Teilnahme Wettbewerb

Bauherr

CENTRUM Holding Deutschland GmbH & Co. KG

Kurzinfo

  • Wir leiten die Identität und Magie des Ortes aus unserer Interpretation des historischen Handelshaus „Tuchhalle“ ab. Aus diesem Bild haben wir die Idee für ein Stoffmuster entwickelt, das in seiner Grundform aus selbstähnlichen Rechtecken in verschiedenen Größen besteht. Aus diesem Grundmodul werden Stoffmuster in unterschiedlichen Varianten generiert und anschließend in eine massive Tektonik übersetzt.
  • Diese Auswahl an „Stoffmustern“ bekleidet das Haus wie eine Collage. Die jeweilige Breite der Stoffbahnen wird aus der Maßstäblichkeit der historischen Parzellenstruktur in der Hainstraße abgeleitet.
  • Die Körnungsgröße der Muster ist so gewählt, dass die offenen Stellen mit den Proportionen, Anordnungen und der Plastizität der benachbarten Fassadenöffnungen korrelieren. Die Gestaltungsprinzipien des historischen Kontexts können auf diese Weise mit einer strukturellen Lösung fortgeschrieben werden ohne selbst zu historisieren.
  • Die einzelnen Fassaden werden durch bauliche Fugen voneinander abgesetzt und nehmen Bezug so auf die Identität der Ladeneingänge. Sie verlaufen von der Sockelzone bis zur Attika. Statt einer singulären, unmaßstäblichen Großform entstehen aufgrund des Collageprinzips und der Fugen verschiedene Häuser mit eigener Gebäudeindividualität.
  • Der Fassadenbekleidung des Eckgebäudes an der „Hainspitze“ kommt eine besondere Bedeutung als Torhaus zur Innenstadt zu. Dieser Teil des Gebäudes muss seine Strahlkraft in mehrere Richtungen hin entfalten und möglichst schon vom Richard-Wagner-Platz her als Zeichen sichtbar sein. Das Stoffmuster wird hier so aufgeteilt, dass die kleineren Öffnungen als farbige Leuchten den Weg zum Gebäude weisen und - in der Folge - den Blick auf die Shops in der Hainstraße und der Fleischergasse lenken.

Die Werbung der einzelnen Shops befindet sich als hinterleuchteter Schriftzug auf dem durchgängigen horizontalen Fassadenband zwischen dem Erdgeschoss und dem 1. Obergeschoss. Das spezifische Licht des Hauses wird zu einer natürlichen, „gebäudeintegrierten Corporate Identity“ aus der sich alle weiteren Werbemaßnahmen leicht ableiten lassen.

Fassadenwettbewerb Hainspitze

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Architektur
beginnt im Kopf

Im kreativen Austausch, in intensiven Diskussionen und wechselseitiger Reibung planen wir als Team jeden Tag benutzbare, individuelle und werthaltige Gebäude.

Woltereck Fitzner

Skills

Architektur bedeutet für uns in erster Linie große Lust und Freude am Entwerfen, Denken und Entdecken. Entwerfen verstehen wir als Prozess bei dem Varianten auf ihre Möglichkeiten untersucht, Potentiale ausgelotet und die Integration des Vorhabens in den baulichen Kontext geprüft werden.

Neben den gestalterischen Fähigkeiten erfordert die Planung von Stadträumen, Gebäuden und Innenräumen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Erfahrung und mediatorischen Fähigkeiten. All das steuern wir bei.

Tools

Unser zentrales Werkzeug ist das Building Information Modeling – kurz BIM – mit dem wir alle relevanten Bauwerksdaten über alle Leistungsphasen hinweg digital modellieren, kombinieren und erfassen.

Das Kosten- und Terminmanagement steuern wir über ein AVA-Programm mit GAEB-Schnittstelle und digitalen Projektplänen.

Durch fortlaufende Updates der Software und Schulungen aller Mitarbeiter sind wir technologisch immer auf dem neusten Stand.

Auftraggeber

Öffentliche Bauten

Im Bereich öffentlicher Bauten arbeiten wir für Auftraggeber auf kommunaler und Länderebene.
Neben Gutachten, Prüfaufträgen und Aufgaben zum Denkmalschutz konnten wir uns erfolgreich in VGV-Verfahren durchsetzen und auf diese Weise große und komplexe Bauvorhaben betreuen.

Projektentwickler

Für Projektentwickler, Investoren und Family Offices untersuchen wir, wie Neubauten und Revitalisierungen architektonisch attraktiv und gleichzeitig wirtschaftlich optimiert umgesetzt werden können. Neben reinen Machbarkeitsuntersuchungen beraten wir Sie bei der Erstellung von Visualisierungen sowie der Verkaufsunterlagen und sind kompetente Partner bei der Umsetzung Ihrer Vorhaben.

Private Bauherren

Die familiäre Lebenssituation, das energetische Konzept, die Nachhaltigkeit der verwendeten Materialien, Budget und Terminvorstellungen – auf der Grundlage dieser Parameter entwickeln wir individuell zugeschnittenen Wohnraum.

Stellenangebot

Architekt Hochbau (w/m/d)​

Wir bieten​

  • Ein breites Aufgabenspektrum
  • Zeitgemäße Software und Tools
  • Ein kollegiales Arbeitsklima
  • Langfristige, individuelle Karriere- und Entwicklungsperspektiven
  • Arbeiten in zentraler, städtischer Lage

Du bietest

  • Engagement und Freude am Gestalten
  • Strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
  • Die Fähigkeit, Dich in Themen hineinzudenken
  • Berufserfahrung in den LPH 1-5
  • Gute Kenntnisse in ARCHICAD (BIM), ADOBE, OFFICE

Passt beides zusammen?​

Dann müssen wir uns kennenlernen. Das geht schnell und einfach. Klick den Button und schick’ uns Deine Unterlagen per E-Mail. Wir freuen uns (wirklich) darauf, von Dir zu hören.